Die Wallaman Falls
(S18°35'22,4 / E145°48'18,5)
Den Tip habe ich von jemandem aus dem Internet
bekommen. - Diese Wasserfaelle sind tatsaechlich aussergewoehnlich!
Man biegt in Ingham ab und faehrt dann ca
45 km landeinwaerts. Die Strasse ist anfangs noch geteert, aber nach der
letzten Ortschaft faert man auf Gravel Road. Der groesste Teil war sehr
gut befahrbar, nur spaeter gab es Probleme, da der Cyclone hier die Strasse
ausgewaschen hat. Es ist dann angebracht, sehr langsam zu fahren, da man
sonst nicht mehr rechtzeitig vor den Auswaschungen stoppen kann. - Auch
ist vor den Tieren auf der Strasse ist zu warnen. Es stehen reichlich Kuehe
auf der Strasse rum.
Ich bin diese Strecke spaet Abends gefahren,
und hatte etliche Kuehe auf der Strasse. Ich bin mit meinem Hitchhiker,
den ich vorher aufgepickt habe gegen 21:00h diese Strecke gefahren. Da
hier schon gegen 18:30 die Sonne untergeht, war also hoechste Vorsicht
geboten. Gegen 22:15h erreichten wir den Camping Platz in der Naehe der
Faelle. Es ist schon erstaunlich: Man steht da weitab von der naechsten
Siedlung und der Camping Platz ist bestens ausgestattet. Gas Kocher (Kostenlos),
Dusche, Toilette und Telefon! - Zu unserer Ueberraschung waren wir nicht
alleine. Wir trafen dort eine Reisegemeinschaft von einem Englaender, einer
Amerikanerin und einer Deutschen(!).
Wir hatten einen sehr amuesanten Abend.
Am naechsten Morgen waren dann die Faelle
angesagt. Es sind Australiens hoechste Faelle, 305 meter, freier Fall.
Es ist echt unglaublich, sowas muss man gesehen
haben!
Wir haben dann den 2 km langen Abstieg nach
unten angetreten, aber er kam mir vor wie 4 km. Der Weg ist nur ein Trampelpfad,
der gelegentlich durch Stein-stufen ergaenzt wurde. Ausserdem gibt es hier
den Stinger-Tree. Eine nette Ueberraschung, wenn man nichts darueber weiss.
Dieser Baum hat Blaetter, die mit Nesselzellen
ueberzogen sind. Wenn man also die Blaetter beruehrt, schiesst die Pflanze
die Nesselzellen ab und man hat dann einige, sehr schmerzhafte dieser Zellen
in der Haut. Es ist sehr schwer, diese wieder loszuwerden. Vergleichbar
mit dieser Pflanze ist der Box-Jelly Fisch, der mit der gleichen Technik
arbeitet.
Unten angekommen standen wir im Regen. Das
Wasser kommt unten natuerlich nicht mehr in einem an. Es ist feiner Regen,
der sich ueber eine recht grosse Flaeche verteilt. Baden kann man zwar
theoretisch auch, es ist lediglich sehr rutschig auf den Steinen und es
gibt davon etliche, die ueber die Jahre von oben abgebroeckelt sind.
Der Aufstieg hat 50 Minuten in Anspruch genommen.
Alles in allem: sehr empfehlenswert!!!
Auf dem Weg zurueck haben wir neben der Strasse
einen Cassowary gesehen. Das ist ein riesiger Vogel, der noch mit den Dinosauriern
verwandt sein soll.
Man achte auf die maechtigen Beine.
Dieser Vogel ist in der Lage, einen Menschen
ernsthaft zu verletzten. - Das war mein erster Cassowary in der freien
Wildbahn und ueberhaupt. Also hielt ich an und habe einige Bilder gemacht.
Der weitere Rueckweg auf den Bruce Highway
(1) war ohne weitere Vorkomnisse.
Ich habe dann meinen Weg nach Cairns fortgesetzt.
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